Der Parkside Mähroboter PMRDA 20-Li B2 war Lidls erster Rasenroboter mit App-Steuerung, gebaut auf dem 20-Volt-Akkusystem, das schon vom Parkside Rasenmäher und der Parkside Heckenschere bekannt ist. Zuletzt kostete die App-Variante rund 299 Euro, die einfachere Version ohne App war schon für rund 249 Euro zu haben.
Ein Mähroboter ist anders als jede andere Aktionsware im Lidl-Prospekt. Bei einer Heißluftfritteuse reicht Auspacken und Anstecken. Beim Mähroboter kommen 200 Meter Begrenzungsdraht und rund 350 Haken dazu, die selbst verlegt werden müssen, bevor das Gerät überhaupt losfährt.
Genau da trennt sich der günstige Einstieg vom teuren Markengerät: bei Draht, Regensensor, Diebstahlschutz und Hinderniserkennung wird gespart, und das merkst du erst im Betrieb, nicht beim Auspacken.
Wir haben uns die Bedienungsanleitung der PMRDA 20-Li B2, unabhängige Testberichte zur Modellreihe und den aktuellen Lidl-Bestand angesehen.
- Der Parkside Mähroboter PMRDA 20-Li B2 schafft laut Bedienungsanleitung bis zu 1000 m² Rasenfläche und bis zu 47 Prozent Steigung, direkt am Begrenzungskabel aber nur noch knapp unter 10 Prozent.
- Vor dem ersten Einsatz müssen 200 Meter Begrenzungsdraht und rund 350 Haken verlegt werden. Das ist an einem Nachmittag machbar, aber kein Auspack-und-Loslegen-Gerät.
- Unabhängige Tests bemängeln eine ruppige Hinderniserkennung, die nur auf Berührung reagiert, und das Fehlen eines Igelschutz-Sensors, weshalb der Roboter nur tagsüber laufen sollte.
- Betrieben wird er mit dem Parkside X 20V Team Akku, mit 4 Ah reicht eine Ladung laut Anleitung für rund 70 Minuten Mähzeit.
- Aktuell ist die Modellreihe bei Lidl schlecht verfügbarweder die getestete PMRDA 20-Li B2 noch der Nachfolger PAMRS 750 A1 Smart stehen im Onlineshop, nur die einfachere PAMR 500 A1 war zuletzt zu haben.
- Braucht er einen Begrenzungsdraht?
- Ja. 200 Meter Kabel und rund 350 Haken gehören zum Lieferumfang und müssen selbst verlegt werden.
- Wie groß darf die Fläche sein?
- Bis zu 1000 m² laut Bedienungsanleitung der PMRDA 20-Li B2, die aktuellen Nachfolgemodelle sind mit 500 und 750 m² angegeben.
- Gibt es eine App?
- Ja, die Parkside App über WLAN und Bluetooth. Die Bedienung geht laut Testberichten aber auch komplett ohne App über das Display.
- Was hat er gekostet?
- Die App-Variante zuletzt rund 299 Euro, die einfachere Version ohne App rund 249 Euro. Dauerhaft lieferbare Markengeräte mit Begrenzungsdraht beginnen bei rund 385 Euro.
Was der Parkside Mähroboter technisch ist
Hinter der PMRDA 20-Li B2 steht laut EG-Konformitätserklärung nicht die Kompernaß Handels GmbH, die viele andere Lidl-Aktionsartikel wie die Lidl Eismaschine herstellt, sondern die Grizzly Tools GmbH & Co. KG aus Großostheim, ein Hersteller, der schon länger Elektro-Gartengeräte fertigt. Angetrieben wird das Gerät vom Parkside X 20V Team Akkusystem, demselben, das auch beim Parkside Hochdruckreiniger und beim Parkside Schlagschrauber läuft. Wer schon Akkus aus dem System besitzt, spart beim Mähroboter also bares Geld, wenn er ihn ohne das mitgelieferte Ladegerät kauft.
Technisch ist die PMRDA 20-Li B2 ein klassischer Kabel-Mähroboter: Ein 220-Millimeter-Schneidkreis fährt innerhalb der per Draht markierten Fläche zufällig umher, erkennt die Grenze über das Kabelsignal und dreht dort ab. Die Schnitthöhe lässt sich stufenlos zwischen 25 und 60 Millimetern einstellen. Mit 8,8 Kilogramm Gewicht (die Ladestation kommt mit weiteren 2,3 Kilogramm dazu) ist er kein Leichtgewicht, aber auch keine Ausnahme in seiner Klasse.
Mittlerweile hat Lidl die Modellreihe erweitert: Die PAMR 500 A1 deckt bis zu 500 m² ab und kommt ohne App-Steuerung, die PAMRS 750 A1 Smart schafft bis zu 750 m² und bringt die App mit. Beide laufen nach demselben Grundprinzip wie die getestete PMRDA 20-Li B2, technische Detailwerte zu Steigfähigkeit und Schnitthöhe der neueren Modelle sind aber nicht offiziell dokumentiert auffindbar, weshalb sich dieser Test auf die belegten Werte der PMRDA 20-Li B2 stützt.
Ein Mähroboter reiht sich bei Lidl neben Geräte wie den Lidl Saugroboter ein: beides Aktionsware, die den Markennamen eines etablierten Sortiments trägt, aber deutlich seltener im Shop auftaucht als etwa die Lidl Klimaanlage oder der Lidl Turmventilator.
Die Bewertung im Einzelnen
Die Bewertung im Einzelnen
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Günstiger Einstieg in die Mähroboter-Klasse, ab rund 249 Euro
- Nutzt dasselbe 20-Volt-Akkusystem wie andere Parkside-Gartengeräte
- Auch ohne App komplett über das Display bedienbar
Spricht dagegen
- 200 Meter Begrenzungsdraht und rund 350 Haken müssen selbst verlegt werden
- Hinderniserkennung reagiert nur bei Berührung und wirkt ruppig
- Kein Igelschutz-Sensor, deshalb nur für den Tagbetrieb gedacht
- App-Verbindung bricht laut Nutzerberichten gelegentlich ab
- Aktuelle Modelle sind bei Lidl meist kurzfristig ausverkauft
Die drei Schwächen und was sie löst
Bei einem Mähroboter dieser Preisklasse wird an denselben drei Stellen gespart wie bei jedem anderen Aktionsartikel: Sensorik, Verarbeitung und Verfügbarkeit. Jede der drei lässt sich mit Geld ausgleichen, die Frage ist nur, welche dich im Alltag wirklich stört.
Schwäche 1: die Hinderniserkennung reagiert nur auf Kontakt. Der Roboter erkennt ein Hindernis erst, wenn er dagegenfährt, und weicht dann ruppig statt vorausschauend aus. Gartenmöbel, Pfosten und Regentonnen bekommen das laut Testberichten regelmäßig zu spüren.
Schwäche 2: kein Igelschutz, nur Tagbetrieb. Ohne Sensor, der schlafende Igel im hohen Gras erkennt, ist der Parkside Mähroboter nur für den Einsatz am Tag gedacht. Das schränkt ein, wer den Roboter nachts laufen lassen will, wenn niemand im Garten ist.
Schwäche 3: der Begrenzungsdraht ist Aufwand und Schwachstelle zugleich. 200 Meter Kabel und 350 Haken selbst zu verlegen kostet Zeit, und bei hartem oder steinigem Boden brechen die Haken laut Testberichten leichter, als es bei Markengeräten der Fall ist. Wer das Kabel einmal falsch verlegt hat, muss nachjustieren.
Alternativen zum Parkside Mähroboter
Worauf du beim Kauf achten solltest
Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Kauf: Begrenzungsdraht oder kabellose Navigation per GPS, RTK oder Kamera. Draht heißt niedrigerer Preis, dafür ein Nachmittag Verlegearbeit und eine feste Fläche, die sich nicht spontan ändern lässt. Kabellose Systeme kosten spürbar mehr, lassen sich aber per App neu einrichten, wenn sich am Grundriss des Gartens etwas ändert, etwa ein neues Beet.
Bei der Flächenangabe zählt nicht die Zahl auf der Verpackung allein, sondern wie stark der Garten gegliedert ist. Ein Roboter, der laut Datenblatt 1000 m² schafft, kommt bei vielen schmalen Wegen und Engstellen trotzdem an seine Grenzen, weil er öfter wenden und sich neu orientieren muss.
Prüfe außerdem, ob der Hersteller einen eigenen Ersatzteilshop betreibt und ob Verschleißteile wie Messer, Haken oder Akkus dort tatsächlich lieferbar sind, nicht nur gelistet. Bei Aktionsware wie dem Parkside Mähroboter ist genau das die Schwachstelle: Ist die Saison vorbei, kann auch das Zubehör aus dem Sortiment verschwinden.
Häufige Fragen
Was kostet der Parkside Mähroboter?
Die einfachere PAMR 500 A1 ohne App war zuletzt für 249 Euro bei Lidl gelistet, die smarte PAMRS 750 A1 mit App regulär für 299 Euro, im Aktionszeitraum auch für 149 Euro. Dauerhaft lieferbare Markengeräte mit Begrenzungsdraht in vergleichbarer Größenordnung beginnen bei rund 385 Euro.Braucht der Parkside Mähroboter einen Begrenzungsdraht?
Ja. Bei der PMRDA 20-Li B2 gehören 200 Meter Kabel und rund 350 Haken zum Lieferumfang, beides muss vor dem ersten Einsatz selbst im Rasen verlegt werden. Ohne Draht erkennt das Gerät die Grenze seines Arbeitsbereichs nicht.Wie groß darf die Rasenfläche sein?
Laut Bedienungsanleitung schafft die PMRDA 20-Li B2 bis zu 1000 m². Die aktuellen Nachfolgemodelle sind kleiner ausgelegt: die PAMR 500 A1 für bis zu 500 m², die PAMRS 750 A1 Smart für bis zu 750 m².Wie steil darf der Rasen sein?
Die PMRDA 20-Li B2 bewältigt laut Anleitung bis zu 47 Prozent Steigung, umgerechnet etwa 25 Grad. Direkt am Begrenzungskabel sinkt der zulässige Wert allerdings auf unter 10 Prozent, weil der Roboter dort präziser navigieren muss.Hat der Parkside Mähroboter eine App?
Bei der PMRDA 20-Li B2 und der PAMRS 750 A1 Smart ja, gesteuert über die Parkside App per WLAN und Bluetooth. Die einfachere PAMR 500 A1 kommt ohne App aus. Laut Testberichten lässt sich auch die App-Variante komplett über das Display am Gerät bedienen.Wie lange läuft der Akku?
Mit dem 4-Ah-Akku aus dem Parkside X 20V Team System reicht eine Ladung laut Bedienungsanleitung für rund 70 Minuten Mähzeit, das Nachladen mit dem PAP 20 B3 dauert etwa 60 Minuten. Wer schon Akkus aus dem System besitzt, kann sie auch im Mähroboter weiterverwenden.Wer stellt den Parkside Mähroboter her?
Laut EG-Konformitätserklärung ist Hersteller der PMRDA 20-Li B2 die Grizzly Tools GmbH & Co. KG aus Großostheim, ein auf Elektro-Gartengeräte spezialisierter Hersteller. Das ist nicht dieselbe Firma, die etwa hinter der Lidl Eismaschine oder anderen SilverCrest-Küchengeräten steht.Was ist der Unterschied zwischen der PMRDA 20-Li B2 und den aktuellen Modellen?
Die PMRDA 20-Li B2 war Lidls erste App-fähige Version und ist nicht mehr im Shop gelistet. Aktuell führt Lidl stattdessen die PAMR 500 A1 ohne App für bis zu 500 m² und die PAMRS 750 A1 Smart mit App für bis zu 750 m², beide nach demselben Draht-Prinzip. Detaillierte technische Werte wie Steigfähigkeit und Schnitthöhe sind für die neueren Modelle nicht offiziell dokumentiert auffindbar.Lohnt sich der Parkside Mähroboter?
PARKSIDE Mähroboter PMRDA 20-Li B2
Für rund 250 bis 300 Euro bekommst du einen funktionierenden Einstieg in die Mähroboter-Klasse, mit demselben Akkusystem wie andere Parkside-Gartengeräte und einer Bedienung, die auch ohne App klappt. Bezahlt wird das mit spürbaren Abstrichen bei der Sensorik: keine Erkennung von Hindernissen auf Distanz, kein Igelschutz, und ein Begrenzungsdraht, der erst verlegt werden muss und bei hartem Boden schneller Ärger macht als bei Markengeräten. Wenn du einen überschaubaren, wenig gegliederten Rasen hast und den Verlegeaufwand einmalig in Kauf nimmst, ist das Gerät ein brauchbarer Einstieg, sofern du es überhaupt im Shop findest. Willst du nachts mähen lassen, einen komplexen Garten abdecken oder auf Ersatzteile langfristig zählen können, ist der Aufpreis zu einem Markengerät mit Begrenzungsdraht oder kabelloser Navigation die bessere Wahl.Spricht dafür
- Günstiger Einstieg ab rund 249 Euro
- Auch ohne App komplett bedienbar
Spricht dagegen
- Kein Igelschutz, nur Tagbetrieb
- Ruppige, rein taktile Hinderniserkennung
- 200 Meter Draht selbst verlegen
- Aktuell kaum lieferbar
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Parkside Werkzeug und Garten:
- Parkside Akku-Rasenmäher
- Parkside Heckenschere
- Parkside Hochdruckreiniger
- Parkside Schlagschrauber
- Lidl Akkuschrauber
Aktionsware im Garten und Haushalt:
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