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Nachgeforscht: Woher kommt der Name Lidl?

Der Discounter gehört zum täglichen Leben dazu. Aber viele von uns wissen gar nichts über die Entstehungsgeschichte oder woher woher der Name Lidl überhaupt kommt. Dem gehen wir in diesem Artikel auf dem Grund.

Lidl lohnt sich – dieser einprägsame Slogan ist uns allen wohlbekannt und für die meisten Menschen ist der Discounter mit seiner Vielzahl an qualitativ hochwertigen und vor allem günstigen Lebensmitteln und Produkten ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Für viele ist er einfach ein unverzichtbarer Teil des Alltags.

Da ist es doch etwas verwunderlich, dass die meisten von uns leider gar nichts über die Entstehungsgeschichte dieser mittlerweile so bekannten Firma wissen. Wir haben für dich nachgeforscht und so erfährst du hier, wie dein Lieblingsdiscounter eigentlich zu seinem Namen kam und einiges mehr.

Die Gründung von Lidl – eine Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf

Das Discounterunternehmen Lidl hat seinen Sitz in Neckarsulm, einer kleinen Stadt in Baden-Württemberg und ist mittlerweile in 29 Ländern angesiedelt.

So ist es nicht verwunderlich, dass der Discounter mit über 11. 000 Filialen mittlerweile als der größte Discounter-Konzern weltweit gilt und nicht nur für Menschen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich das wichtigste für das alltägliche Leben bietet und das zu absoluten fairen Preisen.

Wie bei Kaufland handelt es sich bei Lidl ebenfalls um ein Tochterunternehmen, das zur Schwarz-Gruppe gehört und daher bereits auf eine lange und sehr erfolgreiche Firmengeschichte zurückschauen kann.

Tatsächlich nahm diese Erfolgsgeschichte schon im Jahr 1930 ihren Lauf, denn da entschloss sich der Heilbronner Kaufmann Josef Schwarz dazu, in die Südfrüchtehandlung Lidl und Co. einzusteigen.

Da er persönlich die Haftung für das Unternehmen übernahm, wurde die Firma anschließend in Lidl & Schwarz KG umbenannt und schon erfolgte der Startschuss für die Gründung eine der größten Lebensmittelhandlungen in der Region Heilbronn-Franken ausgebaut.

Doch die Firma Lidl erlebte nicht nur rosige Zeiten, wie es aufgrund des einzigartigen Erfolges den Anschein machen könnte, denn vor allem im Zweiten Weltkrieg musste man aufgrund der vollkommenen Zerstörung der Lebensmittelgroßhandlung hohe Verluste verbuchen.

Der Wiederaufbau des Unternehmens gelang allerdings innerhalb von gerade einmal zehn Jahren und eines der größten Comebacks der Firmengeschichte wurde 1954 mit einer neuen Hauptverwaltung in Heilbronn gekrönt.

Schließlich erfolgte 1968 die Eröffnung des ersten Supermarktes des Unternehmens Lidl & Schwarz im schwäbischen Backnang, damals noch unter dem Namen „Handelshof“.

Aber diese Namensgebung sollte nicht von langer Dauer sein, denn bereits im Jahr 1984 wurden die Handelshof-Märkte, von denen es mittlerweile mehrere gab, in Kaufland-Supermärkte umbenannt.
Man sieht also, bis der Discounter Lidl zu seinem jetzigen Namen kam, verging einige Zeit.

Der Name Lidl

Dieter Schwarz, der einzige Sohn von Josef Schwarz war es schließlich, der den Discounter Lidl zu seinem endgültigen Namen verholfen hat. Dieser eröffnete zunächst im Jahr 1968 zunächst seinen ersten eigenen Einzelhandelskaufladen, bevor er schließlich im Jahr 1973 einen Discountmarkt in Ludwigshafen aufgemacht hat und somit einen völlig neuen Geschäftstyp kreierte.

Dabei kam es zu einer Kontroverse aufgrund des Namens, da „Lidl“ bereits Bestandteil der Firmenbezeichnung des Unternehmens seines Vaters war und den Namen somit aus rechtlichen Gründen nicht einfach verwendet werden konnte.

Dieter Schwarz wollte jedoch das Wortspiel „Schwarzmarkt“ aufgrund der Außenwirkung unbedingt vermeiden, weshalb er schließlich zu einem Trick griff.

Er sicherte sich rechtlich ab und zahlte einem Berufsschullehrer sowie Kunstmaler Ludwig Lidl DM 1000. Somit kaufte er diesem Mann seine Namensrechte ab und der Discounter mit dem Namen Lidl war geboren.

Nach dem Tod seines Vaters Josef Schwarz im Jahr 1977 übernahm Dieter Schwarz schließlich die Lebensmittelgroßhandlung seines Vaters, wobei er selbst zu diesem Zeitpunkt bereits über 30 Lidl-Filialen sein Eigen nennen konnte.

Dieter Schwarz, der bis in das Jahr 1978 verschiedene Discounttypen ausprobiert hatte, ging in diesem Jahr mit dem Konzept, wie wir es heute kennen in Serie. Das war auch der Zeitpunkt, in dem die Discountmärkte unter dem Namen Lidl von den Vollsortimenter Kaufland getrennt wurden.

Nun weißt du als, die der auf der ganzen Welt bekannte Discounter Lidl zu seinem Namen gekommen ist, doch was bedeutet dieser eigentlich?

Bei dem Ausdruck Lidl, der bis heute als weitverbreiteter Familienname handelt es sich um eine Kurz- bzw. Koseform des aus dem germanischen stammenden Namens Ludwig.

Lidl – auf der ganzen Welt zu Hause

Bereits seit dem Jahr 1989 wird die internationale Expansion des Discounters stark vorangetrieben und ist von großem Erfolg gekrönt.

1990 wurde das erste Geschäft in Chemnitz und somit einem ostdeutschen Bundesland eröffnet, wobei bereits im Jahr 1989 die internationale Expansion nach Frankreich erfolgte, wo Lidl heute mit 1500 Filialen als marktführende Discounter gilt.

1994 war es schließlich so weit und Lidl kam im Vereinigten Königreich an, wo es im Jahr 2017 bereits mehr als 760 Filialen waren.

Der große Erfolg des Unternehmens kann vor allem damit erklärt werden, dass das Nonfood-Sortiment, in dem vom beliebten Lidl SUP Board für Einsteiger bis zum E-Bike alles angeboten wird. jeweils an die landestypischen Vorlieben der Kunden angepasst wird. Somit wird explizit auf Kundenwünsche reagiert.

Das ist jedoch ebenfalls der Grund, warum sich das Sortiment zum Teil sehr stark voneinander unterscheidet, was uns als Kunde vor allem dann auffällt, wenn wir im Ausland sind und auch hier zu unserem Lieblingsdiscounter Lidl gehen wollen.

Tatsächlich gibt es bis zum heutigen Zeitpunkt nur ein Land, in dem alle Lidl Filialen nach dem Markteintritt wieder geschlossen werden mussten und das aufgrund zu geringer Umsatzzahlen.

Bei diesem Land handelte es sich um Norwegen. So kam es, dass im Jahr 2004 sage und schreibe 50 Filialen ihre Tore für immer schließen mussten bzw. an die Reitan-Gruppe verkauft wurden.

Lidl – nicht nur bei seinen Kunden äußerst beliebt

Der Discounter Lidl kommt nicht nur bei den Kunden aufgrund seiner großen Produktpalette und den tollen, immer wechselnden Angeboten sehr gut an, auch die über 170.000 Mitarbeiter, von denen etwas mehr als 70. 000 in Deutschland beschäftigt halten dem Unternehmen durchschnittlich ca. 6,3 Jahre die Treue.

Das bedeutet, dass der Branchenschnitt von drei Jahren bei Lidl weit übertroffen, ja sogar mehr als verdoppelt wird und das liegt nicht zuletzt an dem großen Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten sowie dem familienfreundlichen Arbeitsumfeld. Auch an dem wachsenden Onlineshop-Angebot von Lidl arbeiten immer mehr Arbeitnehmer.

Tatsächlich ist jeder fünfte Mitarbeiter mehr als zehn Jahre bei Lidl tätig. Möchte man gerne eine Ausbildung bei dem Discounter machen, so ist das ebenfalls möglich und kann diese in Bereich Einzelhandel, als Fachlagerist oder als Büroangestellter absolvieren.

Selbst ein eigenes Abiturientenprogramm bietet der Discounter mittlerweile an, wodurch es möglich ist, nach dem Abitur eine Ausbildung zu beginnen und nebenbei auch noch an der Hochschule zu studieren.

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