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Lidl Bedeutung: woher der Name kommt, wofür er steht

Der Discounter gehört zum täglichen Leben dazu. Aber viele von uns wissen gar nichts über die Entstehungsgeschichte oder woher woher der Name Lidl überhaupt kommt. Dem gehen wir in diesem Artikel auf dem Grund.

Der Name kommt nicht von der Familie, der das Unternehmen gehört. Lidl heißt Lidl, weil Josef Schwarz 1930 in eine Heilbronner Südfrüchte-Großhandlung namens Lidl & Co. einstieg und der Firmenname erhalten blieb.

Als sein Sohn Dieter Schwarz Jahrzehnte später die Discounterkette aufbaute, brauchte er einen Namen. "Schwarz-Markt" schied aus offensichtlichen Gründen aus. Also kaufte er die Rechte am Namen Lidl für rund 1000 Mark.

Der Mann, von dem er sie kaufte, hatte mit dem ursprünglichen Obsthändler nichts zu tun. Er hieß nur zufällig so.

Der Name ist also keine Abkürzung und steht für kein Wort. Er ist ein Nachname, der an einer Firma hängen geblieben ist. Das Unternehmen selbst kommt aus Deutschland, genauer aus dem Raum Heilbronn in Baden-Württemberg.

Das Wichtigste in Kürze
  • HerkunftLidl & Co., eine Südfrüchte-Großhandlung in Heilbronn.
  • EinstiegJosef Schwarz wird 1930 Teilhaber, der Name bleibt.
  • NamenskaufDieter Schwarz erwirbt die Rechte für rund 1000 Mark.
  • Warum nicht SchwarzSchwarz-Markt war als Handelsname unbrauchbar.
  • HeuteLidl gehört zur Schwarz Gruppe, zusammen mit Kaufland.

Die kurze Antwort in drei Sätzen

  • Der Name stammt von einer Obst- und Südfrüchtefirma aus Heilbronn, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg existierte.
  • Josef Schwarz wurde dort 1930 Gesellschafter, das Geschäft firmierte weiter unter Lidl.
  • Sein Sohn Dieter Schwarz sicherte sich für den Discounter die Namensrechte von einem Namensvetter, weil der eigene Familienname als Handelsname untauglich war.

Alle diese Angaben lassen sich im Wikipedia-Artikel zu Lidl nachlesen. Das Unternehmen selbst hält sich mit Firmengeschichte auffällig zurück, was zu einem Konzern passt, dessen Eigentümerfamilie praktisch nie öffentlich auftritt.

Warum der Gründer seinen eigenen Namen nicht nehmen konnte

Dieter Schwarz eröffnete 1973 den ersten Discountmarkt. Ein Laden namens "Schwarz-Markt" wäre in Deutschland ein Witz auf eigene Kosten gewesen, denn der Begriff steht für illegalen Handel. Also brauchte es einen anderen.

Die Lösung lag nahe: Der alte Firmenname Lidl war kurz, sprechbar und im Unternehmen ohnehin verankert. Um ihn rechtlich sauber führen zu können, kaufte Schwarz die Rechte einem Heilbronner Namensträger ab, für einen Betrag im Bereich von 1000 D-Mark.

Kurz und einprägsam ist bei Discountern kein Zufall, sondern Programm. Aldi ist die Abkürzung für Albrecht Diskont, Lidl der Rest einer Obstgroßhandlung. Wer bei der Konkurrenz nachlesen will, findet die Unternehmensgeschichte in unseren Ratgebern zur Aldi Nord Garantie und zur Aldi Süd Garantie, wo die Teilung der Brüder Albrecht eine Rolle spielt.

Von der Großhandlung zur Schwarz Gruppe

Aus dem Heilbronner Obsthandel ist einer der größten Handelskonzerne Europas geworden. Zur Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehören heute zwei Vertriebslinien:

  • Lidl, der Discounter, seit 1973 und inzwischen in rund 30 Ländern.
  • Kaufland, die Verbrauchermarktschiene, deren erste Filiale 1984 öffnete.

Dazu kommen Bereiche, die kaum jemand mit dem Namen verbindet, etwa die Produktion von Eigenmarken und die Entsorgungssparte. Wer wissen will, wie stark die Fertigung tatsächlich im Konzern liegt, findet ein gutes Beispiel bei der Frage, wer Lidl mit Backwaren beliefert.

Der Mythos vom Namensgeber

Im Netz kursieren mehrere Varianten der Geschichte, meist mit einer erfundenen Person namens Lidl als Mitgründer. Belegt ist die schlichtere Fassung: Der Name gehörte einer Firma, nicht einer Idee, und wurde weitergeführt, weil er da war.

Genauso hartnäckig hält sich die Behauptung, Lidl sei der größte Discounter der Welt. Nach Zahl der Filialen liegt Aldi mit seinen beiden Gesellschaften davor. Nach Umsatz ist Lidl vorn. Beide Aussagen stimmen, sie messen nur Verschiedenes.

Was der Name heute trägt

Der eigentliche Wert steckt in den Eigenmarken. Parkside für Werkzeug, SilverCrest für Haushaltsgeräte, Crivit für Sport, Livergy und Esmara für Kleidung: Diese Namen sind der Grund, warum der Preis so niedrig sein kann, denn dazwischen sitzt kein Markenhersteller mit eigener Marge.

Wie gut das im Einzelfall funktioniert, prüfen wir in unseren Tests, etwa beim Crivit E-Bike, beim Mistral SUP-Board, beim Parkside Akkuschrauber oder bei der SilverCrest Heißluftfritteuse. Wer bestellt statt in die Filiale zu fahren, sollte vorher einen Blick auf die Versandkosten werfen, und wer zurückschickt, findet unter Lidl Rücksendungen, was danach mit der Ware passiert.

Wie die Eigenmarkenkleidung entsteht und wer sie näht, haben wir separat aufgeschrieben: Wer produziert Lidl Kleidung? Und wer die Prospekte in den Briefkasten bringt, steht in unserem Beitrag zur Lidl Prospektverteilung.

Häufige Fragen

Woher kommt der Name Lidl?

Von der Heilbronner Südfrüchte-Großhandlung Lidl & Co., in die Josef Schwarz 1930 als Teilhaber eintrat. Der Firmenname wurde beibehalten und später für den Discounter weiterverwendet.

Ist Lidl eine Abkürzung? Wofür steht der Name?

Nein, Lidl ist keine Abkürzung und steht für kein Wort. Es ist der Nachname aus der Firmierung Lidl & Co., die es vor der Gründung des Discounters schon gab. Anders als bei Aldi, wo Albrecht Diskont dahintersteckt, gibt es hier nichts aufzulösen.

Aus welchem Land kommt Lidl?

Aus Deutschland. Der Ursprung liegt in Heilbronn in Baden-Württemberg, die Schwarz Gruppe sitzt heute in Neckarsulm. Inzwischen ist das Unternehmen in rund 30 Ländern aktiv.

Warum heißt Lidl nicht Schwarz?

Weil "Schwarz-Markt" als Name für eine Handelskette unbrauchbar gewesen wäre. Der Begriff steht im Deutschen für illegalen Handel.

Wer war Herr Lidl?

Der Namensgeber des Discounters war ein Heilbronner Namensträger, dem Dieter Schwarz die Rechte am Namen für rund 1000 Mark abkaufte. Mit der ursprünglichen Obstfirma hatte er nichts zu tun.

Wem gehört Lidl?

Lidl gehört zur Schwarz Gruppe, die auf die Familie Schwarz zurückgeht und über Stiftungskonstruktionen gehalten wird. An der Börse ist das Unternehmen nicht.

Gehören Lidl und Kaufland zusammen?

Ja, beide sind Vertriebslinien der Schwarz Gruppe. Sie treten getrennt auf und haben eigene Sortimente, aber denselben Eigentümer.

Seit wann gibt es Lidl?

Der erste Discountmarkt eröffnete 1973. Die Wurzeln des Namens reichen dagegen bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück.

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